Axel Becker

Schauspieler / Sänger

Alexandertechnik Workshop Düsseldorf

Überrascht, obwohl alles schon gewusst…

Daß in jedem Fall eine „Lebensverändernde Maßnahme“ ist, war mir klar. (Nicht umsonst ist der Link da unten rechts schon länger hier zu sehen…)
Wie bei vielen Erlebnissen ist aber auch die Erinnerung an frühere Zeiten immer von einer gewissen „Pappigkeit“ gekennzeichnet, die sich ganz schleichend einstellt….

Irgendwann glaubt man sich selber, dass das, was man erlebt hatte „gleich“ ist mit dem, was man davon „behalten“ hat…

So war ich eher der Meinung, dass die Leute, die ich zum -Workshop bei Peter Ruhrberg und Kirsten Fahrenkrog mitschleppte diejenigen mit dem größeren „Aha“-Effekt wären als ich.

Weit gefehlt. Wir haben alle unsere großen Befreiungen erlebt!

Und viel gelöst! Gestern!

Und so hält es sich die Waage, dass ich einerseits enttäuscht bin, wie viele „Baustellen“ ich noch mitbrachte und andererseits wie frohlockend ich jubele, wieder aufgefrischt zu haben, was ich schon wusste…

Was ist Alexandertechnik?
„Das Studium der Wirkung unseres Denkens auf unsere Bewegungen.“
(So ähnlich stand es am Flipchart) Und das war schon der einzige ohne Praxis  geäußerte Theorie-Satz…

Ja, es ist nicht eigentlich eine Körpertechnik, aber es ist in jeder Situation des Körper-Benutzens wertvoll, was man da lernt.

Auch jetzt gerade beim Tippen dieser Zeilen… (wie schön, Laptop am Rhein auf der Bank… die Sonne… ich liebe Bonn!)

Was man davon hat ist grob gesagt, dass man alle Bewegungen LÄSST, die in dieser Situation gerade nichts zu suchen haben.

Und man WUNDERT sich, wie viel man an sochen sinnlos-Muskel-Aktivitäten STÄNDIG tut!
Oh, diese Leichtigkeit, wenn man das alles wirklich lässt, was eigentlich nur hindert! Juuhubel!

Nein, was Neues ist das nicht für mich…  bei meiner Teilnahme am Bundeswettbewerb 1995 wurde mir von der Jury ans Herz gelegt… (bin damals ins Finale gekommen, habe einen Workshop mit Michael Pinkerton gewonnen… wirklich gewonnen hat damals verdient die Liebe Bettina Meske… im Wettbewerb gecoacht hat mich Sam Thiel. Danke noch mal!)

Daraufhin ging ich in Berlin zu einem gut-durchschnittlichen Alexander-Lehrer. Das hat schon großartig viel geholfen (besonders beim hat mich das riesig nach vorn gebracht).

Peter Ruhrberg habe ich dann erst 1999 ausfindig gemacht und ich glaube 2000 zum ersten Mal aufgesucht. Ich hatte große Knie-Schmerzen, die innerhalb von 7 Alexander-Unterrichtsstunden komplett der Vergangenheit angehörten.

Und anders als beim vorherigen Alexander- habe ich jetzt auch verstehen können, was da half, wie das funktioniert, dass es hilft.

Peter Ruhrberg war erkennbar in einer anderen, besseren „Liga“ unterwegs als der auch schon hilfreiche aus Berlin.

Seit 2000 haben sich dann einige Auffrischungs-Termine ergeben, so wie gestern, und ich bleibe restlos begeistert!

Also: nicht nur, wenn man bereits Schmerzen im Bewegungsapparat hat, kann man gebrauchen! Jeder (ja, ich glaube, dieses eine Mal kann ich guten Gewissens so etwas verallgemeinerndes schreiben) „fährt“ irgendwelche Bewegungsmuster, die ihren Sinn schon lange überlebt haben und vielleicht erst in 20 Jahren „die Bandscheibe zerrieben“ haben (oder so was…), die man aber jetzt schon lassen, lassen, lassen kann.

Damit kann jeder lernen, effektiver mit den Ressourcen des eigenen Körpers umzugehen. Mehr Leichtigkeit, mehr Leistungsfreude. Für jeden! (Und besonders Bühnen-Leute profitieren davon extrem…)

Ein Beispiel von mir:
Hin und wider bemerke ich mich dabei, wie ich mein Hüftgelenk (schwerer) so benutze, als wäre die Dreh-Achse aussen, auf Höhe der Becken-Schaufel… dann, wenn mir das klar wird und ich die Dreh-Achsen der Hüft-Gelenke dort erwarte, wo sie wirklich ist, nämlich vieeeel weiter innen, dann benutze ich „auf einmal“ alle Bewegungen zwischen Bein und Rumpf mit viiiel weniger Aufwand, balanciere viel leichter und mit viel weniger Aufwand und bin insgesamt „lockerer“ und trotzdem im Gehen und Stand „stabiler“ als vorher. Vorher hatte ich ein Bewegungsmuster benutzt, das versucht, was nicht geht… nämlich das Bein so zu benutzen, als wäre es aussen „angebaut“…

Also, viel von läuft darauf hinaus, sich dem bewusst zu werden, was tatsächlich schon der Fall ist – und aufzuhören, dagegen anzukämpfen. (An dieser Stelle hört sich das Prinzip auffallend ähnlich an wie die Tolle-Meditation, die ich jeden Montag leite… eine Art für den Geist…)

Das fängt beim beweglichen Verhältnis von Kopf zu Körper an und hört beim Balance-Verhältnis der Gelenke Fuß-Knie-Hüfte-Wirbelsäule noch lange nicht auf…

Ist dies ein Werbe-Eintrag? Ja. Ich denke, ich werde einen -Workshop mit Peter Ruhrberg in organisieren… wer Interesse daran hat, kann sich ja schon mal bei mir melden. Ab Juni werden wohl die Eck-Daten feststehen…